Zur Schule gehen ist ja schön und  gut, aber gerade in der Oberstufe nebenbei ein wenig Geld verdienen, auch. Schüler arbeiten zum Beispiel nebenbei, weil ihnen ihr Taschengeld zu wenig ist oder die Eltern sie dazu auffordern. Andere gehen Jobben, um Geld für einen tollen Urlaub, den Führerschein oder das erste Auto zu sparen.

Wo Jobs zu finden sind? Steht ganz Unten! Ab welchem Alter Jugendliche (auch Ukrainier:innen) arbeiten dürfen, steht im anderen Artikel (Link).

So oder so: Ein Job bringt schnelles, kleines Geld und macht unabhängig – plötzlich kann man sich kaufen, was man will! Außerdem ist es eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Teenager lernen dabei schon einmal das Arbeitsleben kennen. So können sie Erfahrungen für die Zukunft sammeln – Gute wie Schlechte. Es gibt eine ganze Reihe an möglichen Jobs. Gearbeitet wird oft im Einzelhandel und in der Gastronomie, zum Beispiel bei Supermärken, Bekleidungsgeschäften oder bei Bäckereien. Andere starten als Babysitter oder Zeitungsausträger. Manche erst als junge Erwachsene mit Führerschein zum Beispiel als Pizzaboten oder Promoter bei Verkaufsförderungsmaßnahmen.

In Deutschland gilt der Mindestlohn. Das bedeutet: Jeder verdient mindestens 9,60 Euro/Stunde, ab Oktober 2022 sind es 12 EUR/Std. (Quelle)

Die meisten Schüler:innen arbeiten als Minijobber.

Dabei handelt es sich um einen:

  • 450-Euro-Minijob, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt die 450-Euro-Grenze nicht übersteigt oder
  • kurzfristigen Minijob, wenn die Beschäftigung von vornherein auf drei Monate oder 70 Arbeitstage befristet ist. Auf den Verdienst kommt es nicht an.

Arbeiten im Lebensmittel-Einzelhandel & Gastronomie

“Ich arbeite seit Kurzem bei Familia – hier haben viele Jugendliche aus Reinfeld einen Job. Sie arbeiten an der Kasse, oder zum Beispiel in der Obst- & Gemüse- oder in der Tiefkühlabteilung. Aufgabe ist dort z.B. nicht mehr genießbare oder abgelaufene Ware auszusortieren. Außerdem müssen Lieferungen angenommen und Produkte ein- und ausgeräumt  werden. Ein Minijob bei Famila wird mit 450 Euro vergütet und die Mitarbeiter müssen ca. 44 Stunden im Monat arbeiten. Dies auch manchmal am Samstag. Meine “Challenge” war am Anfang, mit vollgepackten Gitterwagen durch die Gänge zu fahren. Das klappt jetzt aber schon besser!” berichtete eine 17jährige Reinfelderin.

Die Chancen bei Familia einen Mini-Job neben der Schule zu bekommen, ist nicht schlecht. Das Mindestalter beträgt hierfür allerdings 16 Jahre. Diese Altersgrenze besteht aber überall und ist gesetzlich geregelt. In Reinfeld suchen aktuell zum Beispiel McDonalds, Bäckerei Junge und Kik Aushilfen.


Kunden empfangen & Büroarbeit

“Ich habe im Februar 2021 für einen Monat an der Anmeldung einer Physiotherapie-Praxis gearbeitet, um in der Corona-Zeit etwas Sinnvolles zu tun. Dabei habe ich viele Termine für die Patienten gemacht; immer geschaut, ob ein Behandlungsraum zu der vorgeschlagenen Zeit frei war und musste auch manchmal Termine verschieben. Es war nicht immer einfach, einen freien Termin zu finden oder bei Bedarf einen umzuplanen, weil die Terminkalender der Therapeuten oft schon Monate im Voraus voll sind. Das war besonders dann schwer, wenn mir die Patienten von akuten Schmerzen berichtet haben. Da wollte ich am liebsten sofort helfen. Bei solchen “Härtefällen” hat dann ein Therapeut für mich übernommen. Aber in der Summe war es dort ein sehr entspanntes Arbeiten.” erzählte ein 17jähriger Reinfelder.


Babysitten, Zeitungsaustragen & Promoter sein

Ein typischer erster Job ist für Viele das Zeitungsaustragen. Andere starten als Babysitter – beides sind leichte Tätigkeiten und dürfen ab einem Alter von 14 Jahren ausgeführt werden. Um so älter die Jugendlichen, um so spannender scheinen allerdings die Jobs zu werden!

“Ich habe mit 14 Jahren angefangen, auf Kinder in der Nachbarschaft aufzupassen – da war oft nett und wenn ich Abends aufgepasst habe, wenn die Eltern mal ausgegangen sind, oder so, hatte ich echt nicht viel zu tun. Da war ich oft einfach nur da, sodass die Kinder nicht alleine im Haus waren. Aber manchmal war es auch anstrengend oder ich wusste nicht, was ich mache sollte. Zum Beispiel hatte ein Babysittenkind mal einen Pseudo-Krupp-Anfall. Da dachte ich, das Kind erstickt! Wir waren beide völlig panisch und ich habe meine Eltern zur Hilfe gerufen, die nur ein paar Häuser weiter Zuhause waren. Zum Glück ist aber nicht wirklich was passiert. Die meiste Zeit hat mir Babysitten echt Spaß gemacht! Was ich verdient habe, weiß ich gar nicht mehr. Heutzutage bekommt man wohl 5 bis 10 Euro die Stunde oder pauschal 20,- € am Abend”, erzählte eine heutige Mutter aus Reinfeld der Redaktion.

Ihr zweiter Job war übrigens einer im Sonnenstudio, was sehr cool war, da der Chef erlaubte, dass die Freunde da sein durften. Das war mehr ein Jugendtreff, als Arbeit. Doch so richtig spannend und mehr Geld bringend, war dann das Jobben mit 19, 20 Jahren, als Promoterin bei Verkaufsförderungs-Maßnahmen.

Promotions sind personalgestützte Werbeaktion, die der Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Verkaufsförderung ausgewählter Produkte und Marken dient.


Einen Job finden, ist nicht leicht, denn:

Babysitter-Jobs von Privatleuten sind zum Beispiel in Zeitungen wie dem MARKT sowie auf Ebay-Kleinanzeigen zu finden, allerdings kommen da manchmal unseriöse Nachrichten auf Mädchen zu … Unternehmen schalten Stellenanzeigen im Internet; entweder auf ihrer eigenen Website oder auf Stellenbörsen oder bei der Arbeitsagentur. Das ist gut, denn so können diese Jobangebote zum Beispiel in der Google- und Indeed-Suche gefunden werden – siehe Suchbeispiel nach “Aushilfe Reinfeld” In der Google-Jobsuche erscheinen auch die Jobs, die auf erkant.de in der Stellenbörse veröffentlicht sind. Aber das ist nicht immer so! Viele Jobs von Firmen sind aus technischen Gründen nicht dort zu finden, was bedeutet, dass du als Jobsuchende Person eventuell auch noch in Stellenbörsen oder auf Firmen-Websites schauen müsstest.

Tatsächlich gibt es auch noch viele Arbeitgeber, die ihre Job-Angebote als Flyer ausdrucken und zum Beispiel in ihren Schaufenstern im Laden oder im Eingangsbereich aushängen.

Bewerbungs-Tipp: Schreibe ein kurzes, klares Bewerbungsschreiben, worin möglichst keine Rechtsschreibfehler drin sind und sende Dein letztes Zeugnis mit (als pdf). Muster dafür findest Du auf Media4Schools, genauer hier (Link).

Ukrainer:innen, welche sich und ihre Kinder in Deutschland in Sicherheit bringen möchten, können einfach ins Land fahren und brauchen sich nicht direkt registrieren lassen. Sie können auch eine Wohnung mieten oder bei Bekannten, Familien, Freunden wohnen – und zwar in dem Ort ihres Wunsches, sofern sie eigenes Geld haben und keine staatliche Unterstützung brauchen.

Wer Arbeiten möchte oder finanzielle Hilfe braucht, muss sich aber registrieren.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die bis zum 30. November 2022 einreisen, benötigen für die ersten 90 Tage nach ihrer erstmaligen Einreise nach Deutschland aktuell keinen Aufenthaltstitel und auch kein Visum. Weiterhin brauchen sie keinen Asylantrag stellen. Erst nach Ablauf der 90 Tage benötigen sie einen Aufenthaltstitel. Der Antrag muss – nach derzeitigem Stand (9/2022) – spätestens am 28. Februar 2023 bei der örtlichen Ausländerbehörde gestellt werden (hier: wenn die Einreise erst am 30.11.22 erfolgte). Für den erlaubten Aufenthalt wird eine sogenannte Fiktionsbescheinigung ausgestellt.

Ukrainer:innen, die einen biometrischen Pass haben, können innerhalb der 90 Tage auch in andere EU-Länder einreisen.

Sobald die Fiktionsbescheinigung vorliegt, dürfen Ukrainer:innen in Deutschland arbeiten.

Das gilt auch für eine selbständige Tätigkeit als Unternehmer:in! Wer nicht arbeiten kann, weil zum Beispiel die Sprachkenntnisse dafür fehlen oder Kinder zu betreuen sind, kann – genauso wie Deutsche, die in finanzielle Not geraten sind – Hartz4 / ALG2 bekommen. Dieses muss beim Jobcenter beantragt werden. Mehr Infos siehe Link. Doch dazu braucht man erst einmal einen Termin – und das kann dauern … manchmal mehrere Wochen oder sogar Monate.

Doch: Erste finanzielle Hilfe kann es trotzdem geben: nach der Registrierung beim Ordnungsamt der Gemeinde (des Ortes, wo Du lebst) oder bei der Polizei, kann beim Sozialamt finanzielle Hilfe beantragt werden. Risiko hierbei ist: Wer Sozialleistungen beziehen muss oder nicht weiß, wo er wohnen soll, kommt möglicherweise in einer Sammelunterkunft unter und wird dorthin verteilt, wo noch Kapazitäten frei sind. Es könnte passieren, dass dazu der Ort gewechselt werden muss … Ob Letzteres passiert, hängt in der Regel davon ab, ob die jeweilige Gemeinde noch städtische Unterkünfte frei hat, oder nicht.

Was die Regeln zur Arbeit von Jugendlichen angeht, sind sich die Arbeitsgesetze der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland ähnlich. In der Ukraine dürfen 16-jährige in jedem Fall arbeiten; in Deutschland bereits 15-jährige. Ausnahmen im Rahmen des Jugendschutzes gibt es in beiden Ländern.

Das deutsche Jugendarbeitsschutzgesetz erlaubt Kindern mit Vollendung des 13. Lebensjahres eine »leichte Beschäftigung«, wenn die Eltern dies erlauben (§ 5). Dafür gibt es strenge Regeln, die Arbeit muss für Kinder geeignet, sicher und leicht sein. Außerdem darf die Beschäftigung den Schulbesuch nicht beeinträchtigen und eine Dauer von zwei Stunden pro Tag nicht übersteigen.

Ab 15 gelten in Deutschland andere Regeln. Jugendliche dürfen »nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden«, schreibt der Gesetzgeber. In anderen Worten: Bis zu acht Stunden an fünf Tagen die Woche arbeiten ist ab 15 Jahren erlaubt. 

In der Ukraine ist das fast gleich: Zwar gilt laut § 188 des Arbeitsgesetzbuches der Ukraine ein Arbeitsverbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Mit Zustimmung eines Elternteils dürfen Jugendliche aber auch ab 15 Jahren arbeiten. Und ab 14 Jahren ist eine leichte Beschäftigung erlaubt.

Jugendliche können also in Deutschland arbeiten und das früher als in der Ukraine.

Mit einer Aufenthaltserlaubnis inklusive Fiktionsbescheinigung ist Ukrainern das Arbeiten in Deutschland schnell möglich. Mehr dazu siehe in diesem Beitrag. Die meisten deutschen Schüler:innen arbeiten als Minijobber – mehr dazu lies hier (Link).

(di) 

Quellen:  

  1. https://jobs.ua/kzot/part-13/article-200 (UKR) 
  2. https://www1.wdr.de/nachrichten/ukraine-deutschland-gefluechtete-arbeit-job-100.html
  3. https://www.gesetze-im-internet.de/jarbschg/BJNR009650976.html#BJNR009650976BJNG000301308  
  4. Alle Infos zum Jugendarbeitsschutz bei der Minijobzentrale

Hunderttausende Kinder und Jugendliche sind seit Kriegsausbruch nach Deutschland geflohen. Das Bundesinnenministerium gibt die Zahl der ukrainischen Minderjährigen mit 350.000 an, ein Drittel davon sei im Grundschulalter, berichtet »DER SPIEGEL«. Diese müssen unterrichtet werden, doch es fehlt überall an Lehrkräften.

In einer Studie von Anfang Juni hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ausgerechnet, wie viel Fachpersonal benötigt wird. Für den Fall, dass 3,5 Prozent der rund 7,5 Millionen ukrainischen Kinder und Jugendlichen nach Deutschland kommen – das wären dann 261.000 Minderjährige – würde man 13.500 zusätzliche Lehrer benötigen, schreibt das Institut. 

Im zweiten Fall wird „der Bedarf bei einer Fluchtquote von 5 Prozent definiert – also für 373.000 minderjährige Flüchtlinge.“ Hier würde man 19.400 mehr Lehrer benötigen als jetzt. Würde man optimalerweise überall auch noch Willkommensklassen einrichten, also 15 geflohene Schülerinnen und Schüler pro Lehrkraft, würde man im ersten Fall 20.200, im zweiten Fall 28.900 mehr Pädagogen benötigen, teilte der Informationsdienst des arbeitgebernahen Wirtschaftsforschungsinstitut mit. 

Alleine in Nordrhein-Westfalen fehlen derzeit rund 4400 Lehrkräfte, schreibt »DER SPIEGEL«. Mehr als 2000 ukrainische Flüchtlinge hatten Ende August noch kein Schulplatz in dem Bundesland bekommen, »ebenso wie rund 1700 geflüchtete Kinder aus anderen Ländern«, so der Bericht. Fast 35.000 Ukrainerinnen und Ukrainer würden am Unterricht teilnehmen. 

Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, wollen mehrere Bundesländer laut »WELT« pensionierte Lehrkräfte zurück in die Klassenzimmer holen. Gewerkschaften warnen aber auch: die Länder hätten schon öfters auf diese Methode zurückgegriffen. Das Potenzial dieser Methode sei endlich, sagte ein Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gegenüber der Zeitung. Kurzfristig sei sie aber sinnvoll. (di) 

Quellen:  

  1. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-laender-warnen-vor-grenzen-der-aufnahmefaehigkeit-a-9856d13b-1702-4b02-8609-dce5a417d9b8  
  2. https://www.iwd.de/artikel/bis-zu-20000-zusaetzliche-lehrerinnen-und-lehrer-noetig-547550/  
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/article239027451/Fluechtlinge-Bis-zu-28-900-zusaetzliche-Lehrer-Stellen-fuer-ukrainische-Schueler-benoetigt.html  

Immer mehr russische Kommunalabgeordnete fordern Putins Rücktritt. Vertreter von 35 Gemeinden Moskaus, St. Petersburgs und anderer Städte Russlands haben ihre Unterschriften unter die Petition mit einem solchen Aufruf gesetzt. Sie werden als mutig oder lebensmüde bezeichnet … Davon berichteten mehrere deutsche Medien, hier zwei Tweets dazu:

Bereits im April sind geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Deutschland angekommen; überwiegend sind es Mütter mit ihren Kindern, aber auch Senioren. Es werden immer mehr, aber Wohnraum fehlt! Die Stadt Reinfeld (Holstein) beispielsweise sucht Bürger, die Wohnraum anbieten könnten – eine Investition in Ausbauten würde sich langfristig lohnen. (Artikel von erKant.de vom 3.9.22)

Seit 6 Monaten herrscht Krieg in der Ukraine. Die Menschen verlassen ihre Heimat, flüchten, um sich in Sicherheit zu bringen. In Reinfeld (Holstein) sind aktuell bereits 90 geflüchtete Personen aufgenommen worden. Bei Privatpersonen, in Bestands-Unterkünften der Stadt und zugemieteten Immobilien. Dank vieler Bürger:innen war es gerade zu Beginn der Flüchtlingswelle möglich, den Menschen ein Dach über dem Kopf anbieten zu können. Wenigstens übergangsweise, aber eine Dauerlösung kann es natürlich nicht sein, “Tisch und Bad” zu teilen.

Sowohl die Helfer:innen, wie auch die Geflüchteten müssen zur Ruhe kommen können. Ausserdem reißt der Strom an Geflüchteten nicht ab!

Die Obdachlosen-Unterkünfte der Stadt sind nahezu komplett belegt – das mit verschiedenen Nationalitäten. Die 2015 und 2016 zu uns Gepflüchteten sind immer noch da. Dies waren überwiegend Männer, jetzt kommen Frauen mit Kindern sowie Senioren, die nun alle zusammen z.B. im Pastorat leben.

Es werden eigene “Vier-Wände” gebraucht!

Es gibt 3-Generations-Familien (Großeltern, Mütter, Kinder) für die Häuser oder größere Wohnungen benötigt werden. Aber insbesondere für Mütter mit ein, zwei Kindern, werden kleine Wohnungen dringend gesucht – niemand soll obdachlos werden! Perfekt wären dafür u.a. Einliegerwohnungen in größeren Häusern.

“Ich überlege, ob wir unseren Anbau am Haus so ausbauen, dass er separiert und bewohnbar ist”, erzählte ein Reinfelderin aus dem Heilsauring. Der Anbau hätte circa 40 qm, worin wenigstens eine Mutter mit Kind leben könnte. Später, wenn sie ggf. in ihre Heimat zurückkehren konnte, wäre die kleine Wohnung auch an Studenten, alleinstehende Senioren oder Feriengäste vermietbar.”

Bürgermeister Wramp meinte: “Das wäre doch eine Investition, die sich lohnen würde! Denn Wohnraum in Reinfeld ist und bleibt knapp.” Als Vermieter ein zusätzliches Einkommen zu haben, wenn man in Rente ist, wäre doch gut?!

Reinfeld ist eine lebenswerte Stadt – eigentlich.

Massenunterkünfte, wo Bett an Bett in großen, ungemütlichen Räumen steht, sind für den Bürgermeister die letzte Option. “Die Gepflüchteten sind teilweise stark traumatisiert; die Kinder haben ihr Zuhause verloren – sie sollten bei uns ein Neues finden können. Massenunterkünfte sind kein Zuhause, sondern eine Zumutung.” Reinfelder Bürger:innen könnten der Stadtverwaltung jetzt durch Unterkunfts-Angebote beim Helfen helfen!


“Ich kenne einige der Ukrainer:innen und ihre Kinder. Deren Männer sind im Krieg, an der Front – wie es denen gerade geht, wissen einige Frauen nicht und haben Angst um sie. Hier sind sie in jedem Fall alleinerziehende Mütter, welche Hilfe brauchen – für sich und ihre Kinder. Derzeit wohnen einige mit 3 Familien / 9 Personen auf 80 qm. Andere schlafen mit 5 Personen in einem Raum: Oma, Opa, Mutter und zwei Kinder – seit Monaten. Da kommt keiner zur Ruhe, das zermürbt!”, erzählt Susanne Braun-Speck, welche die Kontakte durch einen Kunst-Workshop mit Kindern und Jugendlichen hat.

Helfen können ist schön & notwendig.

Familie F., wohnhaft nahe des Herrenteichs, hat vor zwei Wochen eine Mutter mit ihrem Kind bei sich aufgenommen. Diese haben dort zwar keine in sich geschlossene Wohneinheit, aber ein eigenes Zimmer und Bad. Das Wohnzimmer, Küche und Garten werden gemeinsam genutzt. “Ich bin froh, dass wir den Beiden helfen können – auf emotionaler Ebene, bei Schulbelangen und mit den Behörden-Angelegenheiten. Wir sprechen viel miteinander (auf Englisch), versuchen sie aufzufangen und zu helfen, wo es geht.” Die Ukrainer:in hat sich bereits auf einen Job beworben!


Einige nach Reinfeld geflüchtete Ukrainer:innen sind bereits berufstätig.

Ukrainer:innen dürfen in Deutschland direkt arbeiten, wozu sie nur eine Erlaubnis der Ausländerbehörde brauchen. Diese wird bereits bei Erteilung der Aufenthaltserlaubnis in den Aufenthaltstitel eingetragen. Viele sind Fachkräfte, welche wir in Deutschland dringend brauchen: Erzieherinnen, Sozialpädagogen, Lehrer:innen. Sofern es uns möglich ist, ihnen hier ein lebenswertes Umfeld zu schaffen, werden sie uns etwas zurückgeben können!

Die in Reinfeld bereits berufstätigen Ukrainer:innen könnten problemlos eine Wohnung mieten – würde es welche geben. Wie viele Reinfelder Bürger:innen aus eigener Erfahrung wissen, gibt es am lokalen Immobilienmarkt aber kaum Angebote – und wenn, oft zu teuer.

Wenn jetzt (Einlieger-) Wohnungen geschaffen werden würden, nutzt das in Zukunft auch den Reinfeldern selbst. Spätestens dann, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und jeder für sich alleine eine kleine Wohnung braucht.


Wer jetzt helfen möchte, kann seinen Wohnraum direkt an die Stadt vermieten!

Natürlich nur zu moderaten, sozialen Preisen, denn am Ende bekommt die Stadt das Geld vom Kreis beziehungsweise vom Jobcenter wieder, weshalb die Mietpreise nicht ins Unermessliche gehen dürfen. Die Vermietung kann direkt an die Ukrainer:innen erfolgen, alternativ kann wie gesagt die Stadt Reinfeld die Mieterin werden.

Teilen Sie Angebote gerne mit:

an E-Mail: Ordnungsamt@stadt-reinfeld.de
per Telefon:  04533 / 2001 423


Zusatzinfo:

Nur hilfsbedürftige Ukrainer:innen müssen sich direkt registrieren lassen.

Laut dem Asylbewerber-Leistungsgesetz bekommen zu uns Geflüchtete ggf. finanzielle Hilfe. Das natürlich nur, wenn sie mittellos und hilfsbedürftig sind, ähnlich wie bei ALG2-Empfängern (mehr Infos). Zu beantragen wären diese beim Sozialamt des Kreises (in Reinfeld im Rathaus), wozu sie sich zuvor beim Ordnungsamt der Gemeinde oder z.B. bei der Polizei registriert haben müssen. Wer selbst über finanzielle Mittel verfügt, braucht sich zunächst nicht registrieren und kann selbst z.B. eine Wohnung mieten. Denn:

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die bis zum 30. November 2022 einreisen, benötigen für die ersten 90 Tage nach ihrer erstmaligen Einreise nach Deutschland aktuell keinen Aufenthaltstitel und auch kein Visum. Erst nach Ablauf der 90 Tage benötigen sie einen Aufenthaltstitel. Der Antrag muss – nach derzeitigem Stand (9/2022) – spätestens am 28. Februar 2023 bei der örtlichen Ausländerbehörde (hier: in Bad Oldesloe) gestellt werden. Für den erlaubten Aufenthalt wird eine sogenannte Fiktionsbescheinigung ausgestellt.

Sobald die Fiktionsbescheinigung vorliegt und Sozialleistungen notwendig sein sollten, erhalten ukrainische Flüchtlinge ggf. Hartz4 / ALG2, zu beantragen beim Jobcenter (hier: in Bad Oldesloe). Mehr Infos siehe Link.


Ihr habt eine Schülerzeitung oder wollt eine gründen? Eure Redaktion möchte ukrainischen Schüler:innen mit Berichten, Infos, etc. helfen und deren Geschichten erzählen? Ausgezeichnet werden und einen Preis gewinnen, wäre auch cool? Dann macht mit bei unserem Projekt „Ukraine-Bulletin“!

Aus einzelnen Artikeln verschiedener Schülerzeitungen oder -blogs wird ein Gemeinschaftsprojekt: die „Ukraine Bullentin“ – digital, multimedial, mehrsprachig. Bestehende oder in Gründung befindliche Redaktionen beteiligen sich. Deren Jugendredakteure und betreuende Lehrkräfte bekommen dafür kostenfreie Workshops, Peer2Peer-Support, 5 neue Online-Schülerzeitungen sowie 3 Auszeichnungen mit Preisen.

Zu gewinnen gibt es 3x 333 €

Direkt zur (unverbindlichen) Anmeldung (auf sii-kids.de)


Projektträger ist der Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (Holstein), wofür er finanzielle Unterstützung aus dem D-S-E-E Förderprogramm „EHRENAMT HILFT GEMEINSAM – Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine“ erhält.

Einzelne Artikel einreichen oder alles mitmachen.

Alle, die sich beteiligen möchten, können entweder sporadisch oder einzelne Artikel zum Thema Ukraine-Krieg / Leben in Deutschland schreiben, dafür filmen, fotografieren, etc. sowie Interviews durchführen und damit am Wettbewerb teilnehmen, ODER alles mitnehmen und nutzen, was unser Projekt anbietet.

Teilnehmende Redaktionen (m/w/d) bekommen kostenfrei:

  • Online-Schülerzeitungs-Workshops sowie
  • Zugriff auf Erklärvideos /-texte
  • Online-Support (!) – Peer2Peer per Chat und in Videokonferenzen
  • die Chance, 1 von 3 Preisen zu gewinnen
  • 5 neue Online-SZs,  genauer: die Websites dazu

Mitmachen können:

  • Schüler- / Jugendzeitungs-Redaktionen aus ganz Deutschland (auch i.G. befindliche)
  • Jahrgang / Klasse 8 bis 13
  • von Gymnasien, Gemeinschafts- & Berufsschulen, etc. sowie unabhängige Redaktionen

Support von besten!

Zwei Jugend-Redakteure (m/w/d) von den besten Online-Schülerzeitungen der letzten Jahre – von erkant.de sowie kalkuhlsz.de – helfen.


Zeitraum / wichtiger Termine

  • Beiträge / Artikel einreichen ab: 15.9.22
  • Schülerzeitungs-Wettbewerb-Einreichung bis spätestens: 15.12.22
  • Preisverleihung: 22.12.22 (online)

Um Mitmachen zu können, melden Lehrkräfte oder redaktionsleitende Schüler:innen das Team an. Jugendliche, welche keiner Schülerzeitung angehören, können sich auch direkt beteiligen. > hier unverbindlich Anmelden & News dazu abonnieren (Link)


Ziele: Aufklären, Vermitteln, Gemeinschaft stärken.

In der Ukraine ist vieles anders als bei uns. Weiterhin gibt es viele Fehl- und Falsch-Informationen sowie Hilfsbedarfe. Hier können Online-Schülerzeitungen Peer2Peer aufklären, Außerdem kann das Zusammenwachsen und damit die Gemeinschaft gestärkt werden: durch Interviews (Erzähle mir Deine Geschichte) lernen deutsche und ukrainische Schüler:innen sich besser kennen und finden zusammen. Sprachbarrieren können durch Übersetzungs-Funktionen auf der Online-SZ überwunden werden. Artikel können zum Beispiel zu folgenden Themen veröffentlicht werden:

  • Hilfsaktionen an der Schule,
  • den Krieg, politische Entwicklungen,
  • Flüchtlingsunterkünfte, die Flucht an sich,
  • wie das Leben in Deutschland ist, wie in der Ukraine.
  • über Religion, Gesellschaft, Werte, Alltag, Schule.
  • insbesondere soll es auch Interviews und Zusammenarbeit in den Redaktionen mit Ukrainern:innen geben.

Soziales Engagement & Demokratie-Bildung

Die meisten Schülerzeitungen in Deutschland werden außerunterrichtlich geführt und sind ein Teil der demokratischen Struktur in Schule. Durch die Teilnahme am Ukraine-Bullentin-Projekt helfen sie nun auch noch ukrainischen Schüler:innen – das ist lobenswert und zeugt von sozialem Engagement!

Das Ukraine-Bullentin- Projekt wird durch finanzielle Mittel aus dem D-S-E-E Förderprogramm „EHRENAMT HILFT GEMEINSAM“ Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine möglich. Projektträger ist der Verein sii-kids & -talents e.V. aus 23858 Reinfeld; Projektmanagerin ist die Vereinsvorsitzende Susanne Braun-Speck. Sie plant und organisiert das Projekt, kümmert sich zusammen mit zwei erfahrenen Jugendredakteuren um die Beteiligten und stellt die Plattform dafür. Kontakt: s.braun-speck@sii-kids.de